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Awarenia

Im Praktikum »Interaktive Systeme III« wurde ein frei wählbares Gestaltungsprojekt vollständig von der Konzeption bis zur Implementierung umgesetzt. Unser Team entwickelte Awarenia, ein System, um einfach, schnell und sicher Geräte und Ressourcen im Netzwerk freizugeben.

Ziel war die Entwicklung eines Systems, mit dem an einen Rechner angeschlossene Geräte von anderen Rechnern eingebunden werden können, um diese dann zu verwenden, als wären sie dort lokal vorhanden. Dabei stand die Nutzerfreundlichkeit im Vordergrund – das Einbinden von Geräten sollte so einfach sein, wie sie lokal per USB anzuschließen. Außerdem sollte der »Besitzer« eines Gerätes die vollständige Kontrolle haben, wer dieses nutzen darf und wer nicht und übersichtlich erkennen können, wer es gerade nutzt.

Das System

Hauptelement von Awarenia ist eine Oberfläche, in der jeder Rechner im lokalen Netzwerk durch ein kreisförmiges Objekt repräsentiert wird. Auch der eigene Rechner wird durch solch ein Objekt dargestellt. Zur besseren Unterscheidung werden für verschiedene Rechner verschiedene, nach Möglichkeit eindeutige Farben verwendet. Jedes Objekt besteht aus mehreren verschachtelten Kreisen. Der innere Kreis enthält den Namen des Rechners und ein Symbol in der jeweiligen Farbe. Im umgebenden Kreis sind Symbole für alle Geräte angeordnet, die der jeweilige Rechner freigegeben hat. Bei allen Rechnern außer dem eigenen sind dies nur die Geräte, die für einen selbst freigegeben sind. Im äußersten Kreis sind Symbole für die Geräte anderer Rechner enthalten, die der jeweilige Rechner eingebunden hat. Diese Geräte sind in der Farbe der jeweiligen Rechner dargestellt.

Bei Klick auf einen Rechner oder ein Gerät sind verschiedene Einstellungen möglich, etwa für wen ein Gerät freigegeben ist. Für die Freigabe sind zwei Modi möglich: Generelle Erlaubnis, außer für bestimmte Rechner, oder gezielte Freigabe für einzelne Rechner. Des Weiteren kann z.B. eingestellt werden, ob der »Besitzer« eines Geräts gefragt wird, wenn ein anderer Benutzer es einbinden möchte. Auch gerätespezifische Einstellungen sind möglich. Ebenso besteht die Möglichkeit, für ein lokales Gerät mehrere Profile mit verschiedenen Einstellungen zu erstellen, die dann für andere Rechner als verschiedene Geräte erscheinen bzw. für verschiedene Nutzer freigegeben werden können.

Wir entwickelten eine prototypische Implementierung in JavaFX und Java, die Bonjour/Avahi zur automatischen Erkennung der Rechner im Netzwerk und ein speziell entwickeltes Protokoll zur Kommunikation verwendet. Das eigentliche Teilen der Geräte wurde noch nicht implementiert.

Themenbereich Studium

Von 2005 bis 2010 studierte ich an der Uni­versi­tät Ulm Medien­infor­matik. Neben dem Infor­matik-Teil bildeten Design und Usability einen Schwer­punkt meines Studiums. mehr...

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